Ich dachte, meine Mutter hat jetzt völlig den Verstand verloren. Sie meinte doch echt, dass ich mir ein 1.400€-teures Küchengerät kaufen soll.
Was ist so teuer? Ein Kühlschrank, der Getränke zubereiten kann? Ein Geschirrspüler, der nach dem Spülen das Geschirr einräumt? Nein …
Ein Thermomix. Ja, genau, DER Thermomix von Vorwerk. Ich soll mir also einen überteuerten Mixer kaufen? Auf keinen Fall. Da kann ich das Geld auch zum Fenster rauswerfen.
Aber meine Mutter ließ nicht locker und hat meine Frau mit dem Thermomix-Wahn infiziert. So musste ich mir über 6 Monate hin fast täglich anhören, wie gut es doch wäre, wenn wir einen Thermomix kaufen würden.
Und wie beständige Wassertropfen einen Stein aushöhlen, so wurde auch mein Wille langsam gebrochen. Ok, dachte ich mir, ich gucke mal auf der Webseite von Vorwerk und mache mich mal eingehend über den überteuerten Mixer schlau.
Und wie es immer so kommt, gab es zu dem Zeitpunkt ein Sommerangebot: Den Thermomix über 12 oder 24 Monate in zinsfreien Raten abzahlen.
Bei einem zinsfreien Dahlen werden auch mir die Knie weich. Und dann war es um mich geschehen.
0 % Zinsen sind einfach zu gut und dafür sind meine Frau und meine Mutter endlich ruhig gestellt. In zinsfreien 12-Monatsraten tun mir die 1.400 € auch weniger weh.
Eine Woche später stand der Postbote vor der Tür. Ein riesiges Paket mit Bandscheibenrisiko. Trotz der Sommerhitze war meine Frau zu dem Zeitpunkt in konstanter Weihnachtsstimmung.
Da stand nun der überteuerte Mixer in meiner Küche. Ich war weiterhin skeptisch, aber meine Frau versicherte mir, dass man mit dem Thermomix alles machen kann, nicht nur mixen. Es sei ein Küchenallroundtalent.
Na ja, Talent hin oder her, wir haben Ende Juli und 32 C°, ich hätte dann jetzt gerne ein kaltes Erfrischungsgetränk.
Schnell noch die Thermomix-Begleitapp installiert, nach Erfrischungsgetränken gesucht und gefunden. Erdbeermilchshake.
Den habe ich nicht von meiner Frau machen lassen. Ne ne, ich will schon selbst testen, wofür ich da Geld aus dem Fenster geworfen habe.
In der Thermomix-App musste ich beim Rezept nur auf „heute kochen“ drücken und schon konnte ich es beim Thermomix und der gleichnamigen Rubrik finden.
Im Thermomix ist unter anderem eine Wage integriert (das will ich auch hoffen für den Preis!), weshalb die Zubereitung unüblich schnell ging. Außerdem wird jeder Schritt einzeln auf dem Display angezeigt, sodass man sich wirklich jede Mühe geben muss, um etwas falsch zu machen.
Also alle Zutaten rein in den Mixtopf, richtige Mixstufe eingestellt und los geht’s. Die Mix-Zeit und -Stärke waren in dem Rezept voreingestellt, sodass der Thermomix auch von allein wieder aufhörte mit der Arbeit.
Mist. Der Shake war super. Wirklich sehr gut. Meine Frau hatte schon ihren „ich habe es dir ja gesagt“-Blick aufgesetzt. Ok ok. Der Shake ist gut, aber das Gerät ist auch ein großer Mixer. Lass uns keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Als nächsten Test habe ich Crêpes-Teig gemacht. Und auch die waren sehr viel besser, als was meine Frau und ich ohne Thermomix zubereiten könnten.
Zwei aufeinander folgende Treffer. Das ist schön und gut, aber Crêpes sind nicht sonderlich komplex.
Wie andere auf dem Sofa liegen und auf Instagram oder TikTok scrollen, habe ich mich durch das riesige Rezeptsortiment der Thermomix-App gearbeitet und Rezepte zum Testen gespeichert.
Könnte ich doch Unrecht haben? Ist der Thermomix doch ein Alleskönner?
Um meine finale Bewertung abgeben zu können, habe ich meine drei „go-to“-Gerichte gewählt: Hamburger – Schnitzel – Pizza.
Das Schnitzel kann der Thermomix nicht im Topf braten, dafür kann er aber die Pilzrahmsoße zubereiten. „Ok mein Eheweib,“ verkündigte ich meiner Frau, „heute mache ich uns Schnitzel“.
Rezept in die „Einkaufsliste“ der Thermomixapp gepackt und los ging es zum Einkaufen. Und hier musste ich den nächsten Schlag hinnehmen.
Die Einkaufszettelliste der Thermomixapp ist fantastisch.
Man sucht sich seine Rezepte für die Woche raus und tut sie auf den Einkaufszettel. Dieser ist wahlweise nach Gerichten oder Kategorien sortiert. Das erleichtert das Einkaufen um einiges.
Und wie ist das Schnitzel geworden? Restaurantqualität.
Danach Hamburger.
Und danach dann das wichtigste Gericht von allen: Pizza.
Der Thermomix kann auch Teig machen, weshalb ich nicht nur die Tomatensoße für die Pizza mit dem Thermomix gemacht habe, sondern auch den Pizzateig.
Alles rein in den Topf kurz das Rädchen gedreht und los knetet das Gerät. Dann lässt man den Teig noch mindestens eine Stunde in einer Schale gehen, formt dann die Pizza und belegt sie nach Herzensliebe.
Das Ergebnis?
Wie war die Pizza geschmacklich? Ebenfalls Restaurantqualität. So gut, dass ich nicht nur gänzlich aufgehört habe, Tiefkühlpizza zu kaufen, sondern mir auch zweimal pro Woche eine Pizza mit dem Thermomix zubereite.
Und was soll ich sagen, ich bin konvertiert. Nicht nur das, ich bin jetzt ebenfalls einer dieser nervigen Leute, die, sobald es um das Thema Essen/Kochen/Restaurant geht, sofort anfängt, die Vorzüge eines Thermomix anzupreisen.
Vom Skeptiker zum Thermomix-Apologeten in nur einer Woche mit dem Gerät. Ein weiterer Punkt, den man nicht außer Acht lassen kann, ist das Geld, welches man durch den Thermomix spart.
Das rechnet sich besonders für die Leute, die öfter auswärts essen gehen. Schon vor dem Thermomix waren meine Frau und ich sehr sparsam mit Restaurantbesuchen. Lass es vielleicht 100 € im Monat gewesen sein.
Nehmen wir an, dass ungefähr 20 % des Restaurantpreises nur die Zutaten sind und ziehen diese ab, da wir selbstverständlich ebenfalls die Zutaten kaufen müssen. Also sparen wir 80 € pro Monat, da wir nicht mehr ins Restaurant gehen.
Der Thermomix kostete zu unserem Kaufzeitpunkt 1.400 €. Teilen wir den Kaufpreis durch unsere Restauranteinsparung von 80 €:
1.400 € / 80 € pro Monat = 17,5 Monate
Der Thermomix hat sich für uns nach nur 17,5 Monaten amortisiert. Und für alle die, die mehr als 100 € pro Monat fürs auswärts Essen ausgeben, wird sich der Thermomix noch viel schneller amortisieren.
Aber nicht nur der monetäre Vorteil ist zu beachten. Durch den Thermomix kann ich jetzt kochen wie eine Oma. Jede Mahlzeit in Restaurantqualität. Abgesehen von dem ein oder anderen fehlgeschlagenen Experiment, ist jede Mahlzeit ein Genuss.
Da der Thermomix selbständig rührt, brauche ich nicht mehr die ganze Zeit am Herd zu stehen. Der Thermomix ruft mich mit einer Melodie, sobald er fertig gehackt/geknetet/gerührt/gekocht hat. So kann ich nebenbei was anders machen.
Das ist besonders praktisch bei simplen Gerichten wie Haferbrei, den ich morgens gerne mache. Alle Zutaten in den Top, am Rädchen gedreht und loslegt der Thermomix. Ich kann in der Kochzeit was anderes machen.
Meine Frau benutzt den Thermomix viel, um Babynahrung für unseren Sohn zu kochen. Und auch hier ist das Gerät unschlagbar und rechnet sich noch mehr, da man an den Breigläsern spart. Also auch für Eltern mit Baby ist der Thermomix ein absoluter Gewinn.
Wenn du das Geld hast und zu den Leuten gehörst, die regelmäßig Nahrung zu sich nehmen müssen, dann ist der Thermomix ein „No-Brainer“. Ich will nie wieder ohne leben und sollte er nach der Garantiezeit irreparabel kaputtgehen, dann kaufe ich mir definitiv einen neuen.